Verwechselt Klarna nachwachsenden Rohstoffe mit Genussmitteln?

Am 13.08.2012 rieben sich treue Kunden des Online-Shops Hanfhaus die Augen. Das gerade erst integrierte Logo des Abwicklers für Rechnungszahlung Klarna verschwand von einem Tag auf den anderen wieder von der Startseite des beliebten Hanfshops.

Mühsam hatte uns die deutsche Dependance der schwedischen Firma von ihrem Nutzen stiftenden Service überzeugt und uns als neuen Kunden gewonnen. Wir hatten den Dienst mit einigem Entwicklungsaufwand integriert, da machte die schwedische Mutter beiden Vertragspartnern einen Strich durch die Rechnung.

Das Problem scheint wohl zu sein, dass man in Schweden etwas gegen den nachwachsende Rohstoff Hanf hat, so dass die so erfolgreich gestartete Geschäftsverbindung von Schweden aus gleich wieder gekappt wurde.

Wir hatten im letzten Jahr gehört, dass sich auch die deutsche Paypal-Tochter der amerikanischen Mutter beugen musste, als es um den Online-Vertrieb von kubanischem Rum und Zigarren hat.

Es wäre uns aber nicht im Traum eingefallen, dass ein hippes Startup aus dem liberalen Schweden ein Problem mit dem nachwachsenden Rohstoff Hanf haben könnte. Schließlich verkaufen wir Mode (aus Hanffasern), Kosmetik (aus Hanföl) und gesunde Lebensmittel (Hanfnüsse) und keine Genussmittel wie Tabak oder Alkohol.

Wir würden uns freuen, wenn Ihr – unsere Leser und Kunden – bei Eurem nächsten Kontakt mit Klarna z.B. über die Facebook-Seite von Klarna einen Eintrag hinterlassen würdet wie “Hemp 4 Victory – We want to pay with klarna for industrial hemp prodcts” oder gleiches via Twitter mit dem Hashtag #hemp4victory an @Klarna.

Wäre doch toll, wenn wir gemeinsam etwas in den Köpfen der Menschen verändern könnten. Es kann sich doch eigentlich auch nur um ein Missverständnis handeln!

Datum: Friday, 31. August 2012 15:15
Themengebiet: Wir über uns | Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

2 Kommentare

  1. 1

    Na auf die Begründung bin ich gespannt. Natürlich zulässig aber sollte man sich doch vor Vertragsschluss Gedanken machen ob ich einen Vertrag schließe…

  2. 2

    Nach meiner Beschwerde bei “Klarna Deutschland” auf Facebook schreibt Klarna:

    Sehr geehrter Thomas Rinkl,

    vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir von Klarna haben für uns auf internationaler Ebene strenge ethische Richtlinien definiert. Dazu gehört auch, dass wir nicht mit solchen Onlineshops zusammenarbeiten, die illegale Substanzen wie Drogen oder Produkte, die in der Regel zur Herstellung oder für den Konsum von Drogen verwendet werden, vertreiben. Daher prüfen wir auch alle Shops, die mit Hanfprodukten handeln, generell sehr sorgfältig. Sie haben natürlich Recht, dass reine Industrie-Hanf-Produkte in keiner Weise problematisch sind. Deswegen können Sie und andere Kunden bei unserem Partner Hanfhaus.de aller Voraussicht nach in Kürze auch wieder mit Klarna zahlen!

    Ihr Klarna Kundendienst

    Mal sehen was dabei rauskommt. Mich entsetzt es wie die Firma mit Vertreibern des vielleicht wichtigsten Rohstoffes auf Erden umspringt. So gehts ja nun wirklich nicht. Ich hoffe die lernen schnell aus Ihren Fehlern ansonsten würde ich dieses Zahlungssystem kategorisch boykottieren.

    Hoffen wir auf die schnelle Einsicht von Klarna und wünschen uns in Zukunft ein Umdenken gegenüber Hanf.

Kommentar abgeben